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Im Eiltempo durch Mitteleuropa

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Erstaunlich rasche Ausbreitung in Mitteleuropa: Der Höckerflohkrebs
Der Höckerflohkrebs wurde 1994 nach der Fertigstellung des Rhein-Main-Donau Kanals vermutlich mit Schiffen von der unteren Donauregion in den Rhein verschleppt. Es folgte eine erstaunlich rasche Ausbreitung in Mitteleuropa: 1999 tauchte er im Rhein unterhalb von Basel auf, zwei Jahre später kam er bereits massenhaft bei Rheinfelden vor. In den folgenden Jahren wurde der Höckerflohkrebs im Bodensee, Genfersee, Neuenburgersee, Bielersee, Zürichsee, in der Limmat und in der Aare gefunden. In Frankreich wurden die Saone, Rhone, Seine und Loire besiedelt, in Italien wurde er 2005 im Gardasee gefunden.

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Verbreitung in der CH (Stand: Ende 2006)

Lebensraum: Flachwasserzonen mit grossen Steinen

 

Es existieren heute in Europa viele nicht zusammenhängende Vorkommen von Höckerflohkrebsen. Dies deutet darauf hin, dass der Höckerflohkrebs vor allem durch weitere Verschleppung von einem Gewässer in andere gelangt, und weniger durch sukzessive Ausbreitung aus eigener Kraft.

Der Höckerflohkrebs gilt mittlerweile als die Süsswasser-Neozoe mit dem grössten Ausbreitungspotenzial. Auch in Amerika befürchtet man seine baldige Einschleppung.

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Höckerflohkrebse findet man oft in Massen in Ritzen und Spalten…

…auf der Unterseite von grossen Steinen im Flachwasser

 

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…auf der Unterseite von grossen Steinen im Flachwasser

 

Steckbrief: Höckerflohkrebs

Merkmale:
Braun-gelbe Querstreifen am Rücken, zwei spitze kleine Höcker am Hinterleib. Wird mit bis zu zweieinhalb Zentimeter deutlich grösser als die einheimischen Flohkrebse.

Herkunft:
Schwarzmeerregion, Donaumündung

Lebensraum:
Steinige Stellen im Uferbereich von Seen und Flüssen. Versteckt sich gern an der Unterseite von grossen Steinen und in Ritzen und Spalten. Oft auch in dichten Wandermuschelbeständen.

Lebensweise:
Räuberisch, frisst andere Flohkrebse und Insektenlarven. Kann einheimische Flohkrebsbestände markant dezimieren. Bildet hohe Bestandesdichten (mehrere hundert bis tausend Tiere pro Quadratmeter). Rasches Wachstum, hohe Vermehrungsrate. Die Weibchen brüten ihre Eier in einer Bauchtasche aus und bringen lebende Junge zur Welt.

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