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Sensationsfund vor Madagaskar:
Meeresbiologen sichten ausgestorbene Walart.

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Lange ging man davon aus, der Omurawal sei ausgestorben. Neue Filmaufnahmen beweisen jetzt das Gegenteil


Eigentlich dachten Wissenschaftler, dass der Omurawal ausgestorben sei. Entsprechend ausser sich vor Freude war das Team um Salvatore Cerchio von der New England Aquarium and Woods Hole Oceanographic

Institution (WHOI), als es nicht nur einen, sondern gleich eine ganze Gruppe von 25 dieser seltenen Wale entdeckte und auf Video (siehe oben) aufnehmen konnte.

Nie zuvor waren Omurawale, die 2003 erstmals beschrieben wurden, überhaupt lebend in freier Wildbahn gesehen worden. So weiss auch niemand, wie viele Exemplare es überhaupt gibt. Auch sonst ist kaum etwas über diese Walart bekannt. Mit etwa 12 Metern Länge und im Schnitt 20 Tonnen Gewicht gehört die Art zu den kleineren Furchenwalen.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Omurawale-sind-gar-nicht-ausgestorben-20646735


Der erste echt warmblütige Fisch entdeckt

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Der Fisch Lampris guttatus, auf englisch auch moonfish oder Opah genannt, ist ein Vertreter der Familie Lampridae, Ordnung Lampriformes

Bild: Wikipedia

Der Fisch Lampris guttatus, auf englisch auch moonfish oder Opah genannt, ist ein Vertreter der Familie Lampridae, Ordnung Lampriformes. Er erinnert in der Gestalt etwas an den Mondfisch Mola mola (auf englisch sunfish genannt), ist mit diesem aber nicht näher verwandt. Lampris guttatus lebt in allen Ozeanen der Welt in Tiefen von hauptsächlich ca. 40 –100 m und v.a. nachts noch tiefer und zwar bis zu maximal 400 m Tiefe. Dort unten ist es konstant sehr kalt und die meisten Tiere in dieser Tiefe bewegen sich nur langsam, da alle dort lebenden Tiere «kaltblütig» oder ektotherm sind, d.h. sie nehmen die Umgebungstemperatur an.

Die Opahs sind aber anders. Sie schwimmen ständig und sehr schnell herum, angetrieben von ihren propellerartigen Brustflossen. Diese Muskelaktivität produziert viel Wärme, die aber normalerweise über die Kiemen schnell verloren ginge. Die Kiemen haben aber eine ganz spezielle Struktur. Sie haben nämlich so eine Art Wärmetauscher eingebaut, so dass die Wärme nicht über die Kiemen, wo das Blut zur Sauerstoffaufnahme direkt mit dem kalten Wasser in Kontakt ist, verloren geht. Sowohl die Kiemen, wie auch der Rest des Körpers sind gut isoliert. Fettgewebe isoliert die Kiemen und ein Gemisch von Bindegewebe und Fett mit einer 0.88 mm dicken Schicht isoliert den Körper.

Die selbst produzierte Wärme wird im ganzen Körper und besonders auch in der Hirnregion verteilt. Die Tiere sind so konstant gleich warm und bis zu ungefähr 5° C wärmer als ihre Umgebung. Dies erlaubt nicht nur eine wesentlich schnellere Bewegung bzw. schnelleres Schwimmen. Auch andere physiologische Leistungen sind schneller. Das betrifft auch die Sinneswahrnehmungen und deren Verarbeitung. Der erwärmte Körper erlaubt es also ein schneller Räuber im kalten Wasser zu sein.

Es wurde auch schon bei anderen Fischen (z.B. Thunfische der Familie Scombridae, und bei Haien der Familie Lamnidae) festgestellt, dass sie etwas wärmer als ihre Umgebung waren. Dies aber nur in geringem Ausmass und nur lokal, also in den Muskeln, die eben zur Fortbewegung benutzt werden. Das ist dann nicht mehr als die Konsequenz der Muskelaktivität und wird nicht weiter genutzt. Bei Fischen der Familien Istiophoridae und Xiphiidae werden Gehirn und Augen zur erhöhten Leistungsfähigkeit erwärmt. Wichtige Organe wie das Herz sind aber weiterhin nicht wärmer als die Umgebungstemperatur. Bei Lampris guttatus ist das anders. Der ganze Körper wird bei konstanter Temperatur gehalten, die über der Umgebungstemperatur ist, zusätzlich ist das Gehirn sogar noch wärmer, was darauf hindeutet, dass die Wärme durch einen weiteren Mechanismus dort zusätzlich zurückgehalten wird. Anpassungen in der Kiemenstruktur und die Isolation durch eine Schicht von Bindegewebe und Fett unter der Haut machen die Endothermie erst möglich.

Quelle: Wegner NC, Snodgrass OE, Dewar H & Hyde JR 2015. Whole-body endothermy in a mesopelagic fish, the opah, Lampris guttatus. Science 348, 786-789, doi:10.1126/science.aaa8902



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