Rheinwassertemperaturen | SUSV

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Rheinwassertemperaturen

News - Rheinwassertemperaturen

Liebe Schwimmer und Taucher und Wassersportler


Wir erleben momentan einen super schönen Sommer mit wirklich tollen und warmen Temperaturen.
Nur leider hat auch jeden Medaille eine Rückseite und über diese informiere ich Euch in diesem Mail.
 
Bei hohen Rheinwassertemperaturen ab 22 Grad und mehr kommt das sogenannte «Notfall-Äschen Konzept» zum Einsatz.
Das hat damit zu tun, dass sich die Fische bei diesen Temperaturen nicht mehr wirklich wohl fühlen und es ab ca. 25 Grad sehr kritisch wird.

Alle, welche den Hitzesommer 2003 im Hochrhein erlebt haben, wissen was ich meine. Tausende von toten Fischen welche den
Rhein hinuntertrieben oder an Land gespült wurden. Den Gestank könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen.
 
Momentan ist die Situation so, dass der Rhein schon einmal 25 Grad erreicht hat.
Darum werdet Ihr vereinzelt sicherlich grosse, tote Barben sehen.
 
Notfall-Äschen Konzept: Aufgrund des Notfall-Äschen Konzeptes wurden zudem folgende Massnahmen durchgeführt oder sind in Planung:
Hemishoferbach: Dort wurde mit einem Bagger eine Notwanne ausgehoben, damit sich das kalte Wasser des Baches dort sammeln kann und die Fische so ein kühles Rückzugsgebiet haben.
Die Notwanne wird abgesperrt und allenfalls, je nach Sonneneinstrahlung noch überdeckt. Sollte der Rheinpegel weiter fallen, wird die Notwanne versetzt.
Zudem wurde das Plakat «Erholungszone für Fische – Bitte hier nicht baden oder tauchen» angebracht.
 

Biber: Dort wurde mit einem Bagger in den Rhein ein Graben ausgehoben, damit für die Fische der Zugang in die Biber gewährt bleibt.
Auch hier mit dem Plakat «Erholungszone für Fische – Bitte hier nicht baden oder tauchen».

Petri: Hier wurde eine Ölsperre montiert, da der Bach kühles Wasser in den Rhein bringt und die Fische sich dorthin retten.
Die Ölsperre hat den Sinn, dass sich Bootsführer und Badende von dort fernhalten.

Geisslibach: Dort werden die Schiffe aus dem Hafen genommen und es wird ebenfalls eine Kaltwassermulde mit einem Bagger ausgehoben.
Zudem wird dort eine Ölsperre angebracht. Dies aufgrund der Arbeiten mit dem Bagger und zudem dass anschliessend niemand mehr
in den Geisslibach fahren kann. Zudem wurde beim Geisslibach ein Belüfter installiert, welcher das Wasser mit Luft anreichert.

Hochrhein: Die «Rhein-Kuh÷ wird auch unterwegs sein. Das ist ein kleines Schiff mit einem Mähbalken, welcher im untiefen Wasser das Rheingras schneidet.

Wasserentnahmeverbot Biber: Dieses wurde verfügt und muss von den Landwirten eingehalten werden.

Durchauslauf im Flurlingerwasser: Beschattung weil hier die Äschen das kühlere Durachwasser aufsuchen.
 
 
Weitere Massnahmen werden ergriffen, sobald man den Sinn erkennt.
 
Die Fische die zum Schaffhauser Rhein gehören und wir Fischer, die sie mit grossem Aufwand hegen und pflegen sind euch dankbar,
wenn Ihr eure Mitglieder auf diese heikle Situation aufmerksam macht und sie zur Einhaltung der Rücksichtsmassnahmen auffordert.
 
Kollegiale Grüsse
PETRI HEIL
Ravi Landolt
Beisitzer Wassersport-Verband Schaffhausen